Fünf Jahre GGL: Anpassungsfähige Regulierung im Fokus der Glücksspielaufsicht
Petra Vogel · Sep 25, 2026

Fünf Jahre GGL: Anpassungsfähige Regulierung im Fokus der Glücksspielaufsicht

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) feierte im September 2026 ihr fünfjähriges Bestehen und nutzte diesen Anlass, um eine flexiblere Regulierung anzumahnen, die mit technologischen Fortschritten, neuen Geschäftsmodellen und illegalen Aktivitäten Schritt halten soll, während die laufende Evaluation des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021) noch andauert.
Behördenvertreter betonten, dass starre Vorschriften den rasanten Veränderungen im Online-Glücksspiel nicht mehr gerecht werden, da Betreiber zunehmend auf innovative Plattformen und hybride Angebote setzen, die bestehende Rahmenbedingungen überholen.
Enforcement-Maßnahmen nehmen deutlich zu
Zahlen aus internen Überprüfungen zeigen einen starken Anstieg der Verfahren gegen unlizenzierte Anbieter, wobei die Verbotsverfahren von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 gestiegen sind, was auf eine intensivierte Überwachung und schnellere Reaktionen der Behörde hinweist.
Gleichzeitig beaufsichtigt die GGL aktuell 129 lizenzierte Betreiber, die zusammen 229 genehmigte Websites betreiben, und stellt damit sicher, dass legale Angebote klare Standards erfüllen, während illegale Plattformen konsequent verfolgt werden.
Technologische und geschäftliche Veränderungen als Herausforderung
Experten beobachten, dass Online-Glücksspieltechnologien wie mobile Integrationen, KI-gestützte Personalisierung und dezentrale Zahlungssysteme die Branche prägen, sodass Regulierungen angepasst werden müssen, um Verbraucherschutz und Marktsicherheit zu gewährleisten.
Die GGL hob hervor, dass Geschäftsmodellinnovationen oft schneller entstehen als gesetzliche Anpassungen, weshalb ein dynamischerer Ansatz erforderlich sei, um Lücken zu schließen und gleichzeitig legale Märkte zu fördern.

Bewertung des GlüStV 2021 und Ausblick
Im Rahmen der laufenden Prüfung des GlüStV 2021 bewerten Beteiligte die bisherigen Erfahrungen mit der Regulierung, wobei die GGL auf Daten aus fünf Jahren Aufsicht verweist, um Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.
Statistiken aus diesem Zeitraum belegen, dass die Kombination aus Lizenzierung und konsequenter Verfolgung illegaler Angebote zu einer Stabilisierung beiträgt, doch weitere Flexibilität notwendig erscheint, um zukünftige Entwicklungen einzubeziehen.
Beobachter notieren, dass die Behörde ihre Rolle als zentrale Instanz ausgebaut hat und nun auf eine stärkere Zusammenarbeit mit Bundesländern und EU-Partnern setzt, um grenzüberschreitende Herausforderungen anzugehen.
Praktische Auswirkungen auf den Markt
Lizenzierte Betreiber profitieren von klaren Vorgaben, während unzulässige Anbieter mit erhöhtem Risiko konfrontiert sind, und die GGL nutzt ihre Erkenntnisse aus Enforcement-Aktionen, um gezielte Anpassungen vorzuschlagen.
So zeigen interne Berichte, dass die Überwachung von 229 Websites eine kontinuierliche Kontrolle erfordert, die mit technischen Mitteln und interinstitutioneller Kooperation realisiert wird.
Conclusion
Die GGL positioniert sich nach fünf Jahren als aktive Aufsichtsbehörde, die auf Grundlage konkreter Zahlen und Entwicklungen für anpassungsfähigere Regelungen eintritt, während die Evaluation des GlüStV 2021 weitere Impulse liefern soll. Fünf-year review / enforcement statistics und ergänzende Quellen verdeutlichen die Notwendigkeit, regulatorische Strukturen mit den Dynamiken des Marktes zu synchronisieren.